SMEKUL-Projektwerkstatt Obst- und Weinbau 29.06.2022, 9:30-16:30

10. Juni 2022 / von Benjamin Striller

Nachdem die letzten beiden SMEKUL-Werkstätten zum Thema Obst- und Weinbau in den Jahren 2020 und 2021 coronabedingt leider online stattfinden mussten, organisieren der Agronym e.V. und die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH dieses Format im Auftrag des SMEKUL gemeinsam für den 29.06.2022, 9:30-16:30, in Präsenz.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Zukunft Obst-und Weinbau – Prozesse verstehen – Lösungsansätze entwickeln“ wird zweigeteilt vormittags auf dem Bio-Obsthof Görnitz (Coswig) und nachmittags beim Bio-Weingut Hoflößnitz (Radebeul) mit Betriebsführungen als integralem Bestandteil stattfinden .

Die diesjährige Projektwerkstatt bietet Praktiker*innen des Obst- und Weinbaus mit Interesse an Prozessinnovationen sowie Spezialist*innen und Vertreter*innen aus Landtechnik, Maschinenbau, Sensorik, Mikrosystemen und weiteren Fachrichtungen mit innovativen Technologien und Interesse am landwirtschaftlichen Prozess in Austausch zu treten.

Ziel ist es, den Prozess des Obst- und Weinanbaus vor Ort mit seinen Herausforderungen kennenzulernen, Ideen zum Technologietransfer aus unterschiedlichen Fachrichtungen zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. 

Schwerpunkte der Diskussion sind Herausforderungen der Anbau-, Pflege- und Ernte- sowie Lagerungs- und Verarbeitungsprozesse im nachhaltigen Obst- und Weinbau.

Programm

Detaillierte Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

Bild: TU Dresden

Agronym-Mitglieder auf der agra 2022 – vom Kompakternter bis zum 5G-Landnetz

14. April 2022 / von Benjamin Striller

Agronym-Mitglieder präsentieren neue technologische Lösungen für die Landwirtschaft zum Innovationsforum AgriFood auf der agra 2022 in Leipzig

Wie lässt sich Landwirtschaft nachhaltig und effizient zugleich betreiben? Antworten darauf liefern Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen des Agronym e. V. Zum Innovationsforum AgriFood der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) auf der Leipziger agra vom 21. bis 24. April 2022 stellen Mitglieder und assoziierte Partner des Netzwerks für nachhaltige Bioökonomie verschiedene Lösungen für einen ökologisch wie ökonomisch sinnvollen Pflanzenbau vor – von der Bodenaufbereitung über Aussaat, Pflege und Ernte bis zur Weiterverarbeitung.

An einem neuen Verfahren für das selektive Ernten von Korn, Stroh und Spreu in einer Maschine arbeiten das Spreuwerk Ingenieurbüro für Landtechnik, die kluge GmbH und die IABT – Initiative Angewandte Biomasse Technologie Oberlausitz UG. Ziel des Entwicklungsteams ist, dass neben dem reinen Erntevorgang auch das Vorsortieren, Aufkonzentrieren und Vorbehandeln des Spreu-Stroh-Gemisches bereits in diesem Kompakternte-System erfolgt. „Es wird zum Effizienzschlüssel einer kompletten Erntekette“, betont Dr. Johann Rumpler von Spreuwerk und konkretisiert: „Die notwendige und zunehmende Nutzung von Stroh und Spreu erfordert, Biomassen in Größenordnung auf kürzestem Wege einer Wertschöpfung zuzuführen. Transport, Umschlag und Lagerung verursachen Kosten, die sehr leicht expandieren. Praktisch stehen im Verfahren deshalb auch diese Prozesse und eine zentrale Reinigungs- und Aufbereitungseinrichtung im Mittelpunkt. So können z. B. durch Vortrennen von Zellulosefasern Masse und Volumen für die Folgetransporte halbiert werden. Ein riesiger Kosteneffekt und für den Landwirt als erstem Glied einer Wertschöpfungskette der Garant einer exponierten Marktteilnahme.“

Dr. Rumpler wird auf dem Innovationsforum den Arbeitsstand an Erntemaschine, Überladewagen und Reinigungs-Einheit vorstellen und die enormen Anwendungspotenziale der Wertschöpfungskette SpreuStroh aufzeigen. Damit können z. B. Naturfasern für die Papierindustrie, Dämmstoffe für den Haus- und Wohnungsbau sowie biobasierte Grundlagenstoffe für die Chemieindustrie bereitgestellt werden.

Das Bedienen komplexer Systeme per Simulator effizient trainieren

Das Kompakternte-System ist zur agra bereits virtuell erlebbar. Das Agronym-Mitglied Hydrive Engineering GmbH entwickelte zu diesem Mähdrescherprinzip einen Simulator, mit dem nahezu alle denkbaren Situationen aus der Praxis nachempfunden werden können. Damit steht eine realitätsnahe Schulungsumgebung bereit. Die Entwicklung von elektrischen und elektronischen Systemen für mobile Maschinen ist eine wichtige Säule des Hydrive-Leistungsportfolios. Geschäftsführer Dr. Hilmar Jähne wird zum Innovationsforum speziell Simulatoren für Landtechnik vorstellen. „Moderne Maschinen in diesem Bereich verfügen über eine Vielzahl an Funktionen und Einstellmöglichkeiten. Damit Bediener diese Komplexität beherrschen lernen, ist das Training mit realitätsnahen Simulatoren eine sehr gute Alternative zur zeit- und kostenintensiven Ausbildung auf realen Maschinen. Außerdem ist der Schulungszeitraum frei wählbar. Die Ernte auf einem realen Mähdrescher kann nur trainiert werden, wenn die Ernte reif ist und die Wetterbedingungen passen“, erläutert Dr. Jähne die Vorteile des Simulators.

Erosionserkennung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen

Vor der Ernte steht die Aufgabe, den Pflanzen ein optimales „Bett“ zum Wachsen zu bereiten. Starkregen, der den Boden wegschwemmt oder trockene Winde, die die Erde fortblasen, sind nur zwei von vielen Herausforderungen für die Landwirte bei der Bodenbearbeitung. Wie Erosionserkennung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen mit neuen technologischen Methoden, z. B. einem Ackerscanner, funktioniert und wie sich auf dieser Basis verbesserte Parameter für den Pflanzenbau ableiten lassen, steht im Mittelpunkt des Vortrags von Tim Bögel von der Kronos GmbH und Marc Büchner von der AgUmenda GmbH. Über die Entwicklung eines betriebs- und regionalspezifischen Beratungssystems für die Stickstoffdüngung auf Sensorbasis berichtet Andreas Schmidt von der EXAgT GmbH.

Die Potenziale der streifenförmigen Direktsaat für eine verbesserte Bodenstruktur stellt Hendryk Eidam, Geschäftsführer der EIDAM Landtechnik GmbH, vor. Kernidee ist die Etablierung der streifenförmigen Direktsaat als durchgängiges Bearbeitungssystem. Die Technikexperten von EIDAM treiben dieses Thema im WIR-Projekt „DMPL – Diversitäts-Management und neue Prozessqualität für nachhaltige Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung“ mit der Arbeitsgemeinschaft der Maschinen- und Betriebshilfsringe Sachsen e. V. und dem ZAFT Zentrum für Angewandte Forschung & Technologie an der HTW Dresden voran.

Technologieplattform für adaptive autonome Landmaschinen

EIDAM gehört auch zu den Akteuren im regionalen Wachstumskern Feldschwarm®. In dem Vorhaben brechen die Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Trend zu immer größeren Maschinen. Sie setzen vielmehr auf autonom operierende, flexibel konfigurierbare Gerätesysteme, die Anforderungen einer nachhaltigen Landwirtschaft nach breiteren Fruchtfolgen und teilflächenspezifischem Pflanzenbau bis hin zum Spot Farming gerecht werden. Martin Hengst von der TU Dresden berichtet über den aktuellen Arbeitsstand von Feldschwarm®, das nach den Forschungsaktivitäten jetzt in die Industrialisierungsphase eingetreten ist.

Das nachhaltige Funktionieren einer solchen Technologieplattform für adaptive autonome Landmaschinen mit Schwarmfähigkeit benötigt nicht zuletzt eine zuverlässige drahtlose Kommunikation. Auf die Umsetzung von Strategien zur durchgängigen Vernetzung sowie für das erforderliche Datenhandling, um Smart Farming betreiben zu können, ist das Experimentierfeld LANDNETZ ausgerichtet. Benjamin Striller von der TU Dresden stellt das Vorhaben vor. Ziel ist, im Zusammenspiel mit zahlreichen Kooperationspartnern digitale Anwendungsfälle in der Tierhaltung, des Obst- und Weinbaus sowie des Pflanzenbaus zu konzipieren, zu erproben und zu optimieren. Diese reichen von Sensorik im Pflanzenbau über die automatische Datenerfassung in der Tierhaltung und den Einsatz von Feldrobotern bis hin zu Road Safety für mobile Landmaschinen im Straßenverkehr.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert LANDNETZ im Rahmen des Zukunftsprogramms Digitalpolitik in der Landwirtschaft als eines von deutschlandweit 14 digitalen Experimentierfeldern. Damit soll die Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Landwirtschaft gezielt unterstützt werden.

Die Agronym-Teilnehmer am Innovationsforum AgriFood stellen ihr Leistungsspektrum außerdem am WFS-Gemeinschaftsstand in Halle 2, Stand D05 der Leipziger Messe vor.

Neue Videos – Intelligente Bodenbearbeitung und Feldschwarm®

22. Februar 2022 / von Benjamin Striller

Welche Innovationen sächsische Landtechnik und Agronym-Mitglieder für die Bodenbearbeitung bereithalten und wie Impulse aus der Praxis zu neuen Lösungen führen, zeigt ein neues Video der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH zur SMEKUL-Werkstatt Landtechnik in Thallwitz (28.10.2021) als Plattform für Transferprozesse zwischen Landwirtschaft, Forschung und Industrie.

Verfolgen Sie als ein herausragendes Beispiel das neuartige modulare und hochautomatisierte Maschinensystem Feldschwarm® bei seinen ersten Runden auf dem Feld und erfahren Sie mehr über diesen Ansatz, um aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Landwirtschaft zu begegnen.

Neues Video zum Zertifikatskurs „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus“

8. Februar 2022 / von Benjamin Striller

Eine tolles neues Video der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) zeigt komprimiert Hintergründe und Inhalte unseres Zertifikatskurses „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus“ mit Stimmen von Fachexperten sowie Teilnehmern. Vielen Dank allen Referenten, Mitwirkenden und Unterstützern!

Schauen Sie sich das Video an und erfahren Sie mehr!

Save the date: Virtuelle EIP-AGRI-Tage 2022

15. Dezember 2021 / von Benjamin Striller

Nach dem positiven Feedback zu den virtuellen EIP-AGRI-Tagen 2021 lädt der Agronym e.V. auch im nächsten Jahr zu zwei virtuellen EIP-AGRI-Tagen ein. Am 16. und 17.02.2022, jeweils von 17:00 bis 18:30, erwarten Sie wieder spannende Vorträge aus dem Digitalen Pflanzenbau.

Die Veranstaltung steht im Kontext des durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des EIP-AGRI-Programmes geförderten Zertifikatskurses „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus“, in dem parallel zum Wachstumszyklus der Marktfrüchte Theorie und Praxis zum digitalen Pflanzenbau vermittelt werden.

Programm und Anmeldemöglichkeit zu den virtuellen EIP-AGRI-Tagen 2022 finden Sie hier.

Merken Sie sich die Termine bereits vor!

Agronym auf der Agritechnica 2022 – Update: Messe pandemiebedingt abgesagt

15. November 2021 / von Benjamin Striller

Der Agronym e.V. präsentiert sich und seine Mitgliedsunternehmen vom 27.02.-05.03.2022 gemeinsam mit weiteren sächsischen Unternehmen auf dem Stand der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH auf der Agritechnica 2022, Halle 25 Stand D13. Highlight auf dem Stand wird die autonome Feldschwarmeinheit FSE II sein. Die Agronym-Mitglieder EIDAM Landtechnik GmbH und Raussendorf Maschinen- und Gerätebau GmbH gehören dem Konsortium des Wachstumskern-Projektes Felschwarm® an, federführend ist die Professur für Agrarsystemtechnik der TU Dresden, ebenfalls Partner des Agronym e.V.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Sie finden uns auch bereits bei der AGRITECHNICA digital auf der Plattform DLG-Connect.

Feldschwarmeinheiten FSE II (Bild: TU Dresden, Professur für Technisches Design)

SMEKUL-Werkstatt Obst- und Weinbau 14.12.2021 – online

/ von Benjamin Striller

Am 14.12.2021 findet auch in diesem Jahr wieder eine SMEKUL-Werkstatt zum Thema Obst- und Weinbau als online-Veranstaltung mit Expertenrunde vor Ort statt.

Die SMEKUL-Werkstatt Landtechnik „Innovationen für nachhaltigen ökologischen Obst- und Weinbau“, die das Sächsische Staatsministerium für Ernergie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) und die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) gemeinsam durchführen, widmet sich aktuellen und künftigen Herausforderungen im Obst- und Weinbau aus Anwenderperspektive sowie möglichen technischen Ansätzen. Hier zeigen Referenten auf, wie beispielsweise mit Robotik für Pflege und Ernte sowie digitalen Lösungen nachhaltiger Obst- und Weinbau durch Technologien effizient und wirtschaftlich gestaltet werden kann.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine moderierte Expertenrunde mit Raum für Diskussionen und Entwicklung neuer Ideen.

Der Agronym e. V. unterstützt diese Projektwerkstatt in bewährter Form fachlich und organisatorisch.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm

Veranstaltungsort: online

Datum & Zeit: 14.12.2021, 9:00-15:00 Uhr

Anmeldung bis 11.12.2021 bitte direkt über die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH:

Standort Sachsen – SMEKUL-Werkstatt Landtechnik Obst- und Weinbau (standort-sachsen.de)

Praxistag FMIS in Chemnitz – Live-Präsentation von Softwareanwendungen

/ von Benjamin Striller

Sieben Anbieter von Farm-Management-Informationssystemen (FMIS) präsentierten am 9.11.2021 im Wasserschloss Klaffenbach beim Praxistag FMIS des Agronym e.V. ihre Softwarelösungen vor insgesamt ca. 30 Landwirten sowie Vertretern aus Beratung, Berufsbildung der öffentlichen Hand sowie Forschungsprojekten. Die Firmen 365FarmNet GmbH, Agricon GmbH, betriko GmbH, Gesellschaft für Informationssysteme mbH sowie LV digital GmbH stellten ihre Systeme 365FarmNet, agriPORT, AGRARMONITOR, GIS-Schlagkartei 9.0/GIS-NAVIKAT und top farmplan praktisch vor und standen an Informationsständen Rede und Antwort.

FarmFacts schaltete sich für seine beiden Systeme NEXT Farming AG OFFICE und NEXT Farming LIVE aus Pfarrkirchen zu. John Deere wurde für sein Operations Center durch die Porst Landtechnik GmbH mit einem Informationsstand vertreten.

Bereits in seiner Begrüßung hob Prof. Thomas Herlitzius, Vorstandsvorsitzender des Agronym e.V., die Notwendigkeit einer umfassenden Interoperabiltät landwirtschaftlicher digitaler Systeme für die Realisierung des möglichen Nutzens hervor.

Der einleitende Vortrag „FMIS: Praxis & Zukunft“ von Herrn Nikolaus Staemmler aus dem Projekt „Betriebliches Datenmanagement und FMIS“ des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) zeigte ausgehend von der Ist-Situation in der betrieblichen Softwarelandschaft, den Datenflüssen und damit verbundenen Übertragungsmedien Ansätze zur Optimierung des betrieblichen Datenmanagements auf. Konkret sollen beispielsweise mit dem „digitalen Agrarbüro“ die Prozesse im täglichen Büroalltag verbessert werden.

Dr. Christian Linke (Ingenieurbüro Dr. Linke) schlussfolgerte unter dem Titel „Landwirtschaft 4.0 – Chance oder Risiko für die Landwirte?“ einen prinzipiell hohen Nutzen digitaler Technologien für landwirtschaftliche Betriebe verbunden mit der Erfordernis intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Landwirtschaft 4.0 und den betrieblichen Prozessen. Landwirte sollten durch Zusammenarbeit, beispielsweise in „Datengenossenschaften“ mit gemeinsam genutzten FMIS, ihre Position in der Wertschöpfungskette stärken.

Bei der folgenden Präsentation ihrer Softwaresystem dienten den Anbeitern als Leitlinie vorab formulierte Aufgaben- und Fragestellungen wie die Demonstration des Prozessablaufs bei der Stickstoffdüngung von der Maßnahmenplanung über den Transfer des Auftrags zur Maschine bis hin zur schlagspezifischen Dokumentation und Datenaufbereitung. Weitere Themen waren die damit verbundene Pflege von Lagerbeständen, die Erfassung von Ertragsdaten, Agrirouter-Kompatibilität sowie die Möglichkeit zur Mitnahme von Daten (Datenportabilität).

Die Veranstaltung aus dem Kontext des durch den Agronym e.V. im Sommer 2020 initiierten Zertifikatskurses „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus“ wurde motiviert durch die Informationsbedarfe der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer zu unterschiedlichen FMIS.

SMEKUL-Werkstatt „Intelligente Bodenbearbeitung“ voller Erfolg

3. November 2021 / von Benjamin Striller

Am 28.10.2021 fand mit mehr als 50 Teilnehmern die SMEKUL-Werkstatt „Intelligente Bodenbearbeitung -Transferprozesse der Bodenbearbeitung und Sicherstellung der Bodenfruchtbarkeit“ im KulturGUT Thallwitz bei Leipzig statt.

Der Agronym e. V. unterstützte die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH bei der fachlichen, inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung sowie Durchführung dieser Veranstaltung des SMEKUL.

Aus der Anwenderperspektive erläuterten Dr. Bernhard Wagner vom Wassergut Canitz sowie Julius von der Decken vom Gutshof Raitzen die aktuellen und künftigen Herausforderungen bei der Bodenbearbeitung für eine trinkwasserschutzgerechte ökologische Landwirtschaft respektive für die Bewirtschaftung von Flächen in Nitratgebieten.

Hochinteressant für alle Beteiligten waren die Ausführungen von Herrn Dan Zederer vom LfULG zum Einfluss der Bodenbearbeitung auf den Humusaufbau in Ackerflächen.

Das Agronym-Mitglied EIDAM Landtechnik GmbH Lößnitz stellte die Potenziale der streifenförmigen Direktsaat für eine verbesserte Bodenstruktur vor, wobei in der Maschinenschau vor den Toren des KulturGUTs ein Gespann aus Traktor mit Messerwalze und Direktsaatmaschine bereitstand.

Ebenfalls direkt an der Maschine konnte das Potenzial eines Tiefenlockerers der Kollitsch GmbH unter anderem für eine verbesserte Wasseraufnahme diskutiert werden. Gemeinsam mit der Kluge GmbH, welche Konstruktion und Fertigung der Maschinen realisiert, zeigte das Unternehmen diese Kooperation als Erfolg von aktiver Netzwerkarbeit innerhalb des Agronym e.V.

Prof. Thomas Herlitzius, Vorstandsvorsitzender des Agronym e.V. sowie Inhaber der Professur für Agrarsystemtechnik der TU Dresden, gab als Sprecher des Feldschwarm®-Konsortiums einen Überblick über die in diesem regionalen Wachstumskern-Projekt erreichten Ergebnisse sowie die Entwicklungsperspektiven. Die erste autonome Feldschwarmeinheit konnte vor Ort in Augenschein genommen werden.

Das Start-up KRONOS GmbH verdeutlichte gemeinsam mit der Agumenda GmbH das Entwicklungspotenzial, mittels Ackerscanner das Bodenerosionsrisiko zu bestimmen. Ein weiteres Thema im Kontext eines sensorgestützten pflanzenbaulichen Managements war der Einsatz von hochaufgelösten Bodentexturkarten.

Durch den gemischten Teilnehmerkreis aus Landwirtschaft, Industrie und Wissenschaft konnte ein intensiver Austausch zwischen Anwendern und Technologieexperten als Basis für die Entwicklung und Umsetzung künftiger Projekte stattfinden.

Eindrücke finden Sie hier (Fotos: Ina Reichel, Marketingagentur Reichel):

Praxistag FMIS 9.11.2021, Wasserschloss Klaffenbach (Chemnitz)

19. Oktober 2021 / von Benjamin Striller

Am 09.11.2021, 9:00-16:00, veranstaltet der Agronym e.V. einen Praxistag FMIS im Wasserschloss Klaffenbach bei Chemnitz. Durch Softwareanbieter werden unterschiedliche Farmmanagement-Informationssysteme (FMIS) und deren jeweilige praktische Anwendung vorgestellt. Landwirtschaftlichen Anwenderinnen und Anwendern bietet der Praxistag die Möglichkeit, sich einen Überblick über eine Vielzahl verschiedener Lösungen und deren Ansätze zur Bearbeitung exemplarischer Aufgaben und Fragestellungen zu verschaffen.

Mit dabei sind folgende Softwareanwendungen:

  • 365FarmNet
  • Agrarmonitor
  • agriPORT
  • GIS-Schlagkartei 9.0/GIS-NAVIKAT
  • NEXT Farming
  • Operations Center
  • top farmplan

Übergreifende Vorträge zu aktuellen Entwicklungen bei FMIS sowie Problemstellungen und Herausforderungen im Kontext landwirtschaftlicher Softwareanwendungen runden das Programm ab.
Die Teilnehmenden können an begleitenden Infomations- und Demonstrationsständen mit den Softwareanbietern direkt in Austausch zu treten.

Anmeldung

Zur Anmeldung – die Teilnahme ist kostenlos. Bitte bis 04.11.2021 anmelden.

Programm

Das vollständige Programm können Sie hier herunterladen.