Feldschwarm® geht mit RUBIN in die nächste Runde

19. Mai 2021 / von Benjamin Striller

Ein Bündnis aus 13 Partnern wurde jetzt mit seinem Vorhaben „Feldschwarm® ÖkoSystem“ durch das BMBF für die Konzeptphase innerhalb der zweiten Förderrunde des Programms „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ ausgewählt. Neben dem Bündniskoordinator Reichhardt GmbH Steuerungstechnik und weiteren Partnern umfasst das Konsortium mit der EIDAM Landtechnik GmbH, den Fraunhofer-Instituten IVI und IWU sowie der Professur für Agrarsystemtechnik der TU Dresden gleich mehrere Mitglieder bzw. assoziierte Partner des Agronym e.V.

Hinter dem „Feldschwarm® ÖkoSystem“ verbirgt sich eine Technologieplattform für adaptive autonome Landmaschinen mit Schwarmfähigkeit aufbauend auf den Ergebnissen des ebenfalls BMBF-geförderten Wachstumskerns Feldschwarm®. Herstellerübergreifende Einsetzbarkeit in der Bandbreite von Assistenzsystemen bis autonom agierenden Schwarmszenarien sowie die Integrations- und Systemfähigkeit in heterogenen Umgebungen sind die Kerneigenschaften der zu entwickelnden Technologie.

Autonome Feldschwarmeinheiten (Quelle: TU Dresden, Professur für Technisches Design)

Mit „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ fördert das BMBF themenoffen anwendungsorientierte regionale Bündnisse über eine bis zu siebenmonatige Konzept- und eine dreijährige Umsetzungsphase. Damit sollen die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit v.a. kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie die Innovations- und Verwertungsorientierung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen gestärkt werden. Ziel ist die Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in marktrelevante Produkte und Dienstleistungen als Beitrag zur Unterstützung einer nachhaltigen Profilbildung in der Region.

Zertifikatskurs „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus“ geht in die zweite Runde

3. Mai 2021 / von Claudia Scholta

Neues Bildungsformat für landwirtschaftliche Praktiker in Sachsen wird fortgesetzt – Freistaat übernimmt Kosten für maximal zwölf Teilnehmer. Im Juli 2021 startet der zweite Zertifikatskurs rund um den digitalen Pflanzenbau im Jahreszyklus. Interessenten können sich ab sofort online auf der Internetseite des Agronym e. V. bewerben.

Das Angebot richtet sich an bereits tätige oder künftige Nachwuchsbetriebsleiter aus sächsischen Landwirtschaftsbetrieben. Grundlegende Kenntnisse in der Landwirtschaft und ein hohes Interesse an den Themen des digitalen Pflanzenbaus sind maßgebliche Auswahlkriterien für die Teilnahme am Kurs. Die detaillierten Modulbeschreibungen und die Möglichkeit zur Bewerbung sind unter folgendem Link zu finden: https://agronym.de/zertifikatskurs/

Teilnehmer des ersten Kurses waren Betriebsleiter, Geschäftsführer und Verantwortliche für den Pflanzenbau aus sächsischen Betrieben mit 150 ha bis 3000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Das sagen Teilnehmer

Vroni Hentschel, L & K GmbH Lommatzsch: „Wir arbeiten bereits zu einem großen Teil mit digitalen Prozessen. Der tiefe Einblick in agronomische Zusammenhänge und der Austausch mit den Fachkollegen sind für mich ein großes Plus an diesem Kurs.“

Robert Exner, Agrargenossenschaft Lößnitz-Stollberg eG: „Unsere Agrargenossenschaft will sich stärker auf digitale Landwirtschaft ausrichten. Da ist es prima, dass ich so einen umfassenden Überblick zu den heutigen Möglichkeiten erlange, das erleichtert uns die Umsetzung im Unternehmen.“

Christoph Beyer, Agraset-Agrargenossenschaft eG Naundorf bei Rochlitz: „Als großer Landwirtschaftsbetrieb stehen wir Innovationen stets offen gegenüber. Durch den Einsatz präziser Landwirtschaft lassen sich ökologische und wirtschaftliche Aspekte gut miteinander verbinden.“

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Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderungen Freistaat Sachsen ist
das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft,
Referat Förderstrategie, ELER -Verwaltungsbehörde.
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Praxistage zum Digitalen Pflanzenbau

27. April 2021 / von Claudia Scholta

Für die Teilnehmer des Zertifikatksurses Digitaler Pflanzenbau galt es im März und April an insgesamt fünf Tagen praktische Aufgabenstellungen des digitalen Pflanzenbaus umzusetzen. Die Themen Pflanzenschutz, Wachstumsregler, N-Düngung und Aussaat wurden digital geplant und als teilflächenspezifische Maßnahmen bei den Kooperationsbetrieben Gutshof Raitzen und L&K realisiert.

Ergänzend zu aktuellen Themen im Jahreszyklus gab Michael Polster, Geschäftsführer der Multi-Agrar Claußnitz GmbH, einen Überblick zu Herausforderungen und Lösungsansätzen für einen Landwirtschaftsbetrieb mit 43 % der Anbauflächen im Nitratgebiet. Die Möglichkeiten von Exaktversuchen zu verschiedenen Düngestrategien in unterschiedlich dichten Beständen auf einem nachlieferungsstarken Standort erläuterte Marc Büchner von der AgUmenda GmbH.

Als Ergebnis eines EIP-Agri-Projektes stellte Andreas Schmidt (EXAgT GmbH) ein betriebs- und regionalspezifisches N-Düngungsberatungssystems basierend auf stationären Feldsensorstationen und Drohnen zur Ableitung einer angepassten N-Düngung vor. Auch dieser Ansatz unterstützt Landwirte bei der Umsetzung von Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der neuen Düngeverordnung. Die sich anschließenden virtuellen EIP-Agri-Tage vermittelten Resultate unterschiedlichster Projekte:

  • Online-Diagnose von Pflanzenzuständen für die Optimierung der Kulturführung, Lehner GmbH Sensor-Systeme
  • Präzise Bewässerungssteuerung im Ackerbau, Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V.
  • DigitalFarmPraxis NRW, Fachhochschule Südwestfalen
  • N-Effizienzsteigerung im Ackerbau – Wie lassen sich Fruchtfolgen anpassen?, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Verbesserung der Stickstoffeffizienz mittels der Albrecht-Methode und punktgenauer Bodenanalysen durch satellitengestützte Daten, farmtastic Consulting GmbH
  • Effiziente Stickstoffdüngung durch teilflächenspezifische Betrachtungsweise anhand elektromagnetischer Feldmessung in Kombination mit GPS-gestützter Nmin-Beprobung, AIS – Agrar-Innovation-Service GmbH

Zielrichtung der EIP-Agri-Projekte ist, wissenschaftlich begründete Lösungsansätze in der praktischen Umsetzung zu testen und ihre Praktikabilität zu hinterfragen. Die vielschichtige Diskussion zeigte, dass einige vielversprechende Ideen weiterverfolgt werden müssen, um letztlich zu statistisch gesicherten und verlässlichen Empfehlungen für Landwirte zu führen. Einhelliger Wunsch der Teilnehmer war, diesen Gedankenaustausch fortzusetzen.

Impressionen von den Praxistagen (Fotos Agricon):

Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderungen Freistaat Sachsen ist
das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft,
Referat Förderstrategie, ELER -Verwaltungsbehörde.

Virtuelle EIP-AGRI-Tage 19.04.-20.04.2021, 17:00-18:30

29. März 2021 / von Benjamin Striller

Im Kontext des durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des EIP-AGRI-Programmes geförderten Zertifikatskurses „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus“, in dem parallel zum Wachstumszyklus der Marktfrüchte Theorie und Praxis zum digitalen Pflanzenbau vermittelt werden, lädt der Agronym e.V. zu zwei virtuellen EIP-AGRI-Tagen ein. Am 19. und 20. April, jeweils von 17:00 bis 18:30, erwarten Sie spannende Vorträge zu EIP-AGRI-Projekten aus den Themenfeldern Digitaler Pflanzenbau und Stickstoffdüngung.
Erfahren Sie als Vertreter*in aus Landwirtschaft, Unternehmen, Verbänden sowie Forschung- und Wissenschaft mehr über praxis- und zukunftsorientierte Projekte, deren Innovationen die Landwirtschaft produktiver und gleichzeitig nachhaltiger gestalten.

Die aufgrund der Corona-Pandemie virtuellen EIP-AGRI-Tage werden für die Teilnehmer des Zertifikatskurses ergänzt durch einen Praxistag am 16.04.2021 vor Ort bei der Multi-Agrar Claußnitz GmbH. An drei Stationen haben die Zertifikatskurs-Teilnehmer die Möglichkeit, weitere praktische Einblicke in Ansätze der digitalen Unterstützung bei der N-Düngung zu erhalten.

  • Exaktversuch in Winterweizen: Vergleich unterschiedlicher Düngestrategien an unterschiedlich dichten Beständen auf einem nachlieferungsstarken Standort (AgUmenda GmbH)
  • 43 % der Anbauflächen in einem Nitratgebiet – Herausforderungen und Lösungsansätze, Einsatz von NIRS bei der Gülleapplikation (Multi-Agrar Claußnitz GmbH)
  • Betriebs- und regionalspezifisches N-Düngungsberatungssystems basierend auf stationären Feldsensorstationen und Drohnen zur Ableitung einer angepassten N-Düngung unter Maßgabe der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und neuen Düngeverordnung (DüV) (EXAgT GbR)

Programm und Anmeldemöglichkeit zu den virtuellen EIP-AGRI-Tagen finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Auf ein gesundes Wiedersehen in 2021

18. Dezember 2020 / von Claudia Scholta

Ein sehr ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir haben vieles neu denken müssen, gemeinsam ungeahnte Wege beschritten, Berge erklommen und im Rückblick viel gemeinsam erreicht.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitgliedern, Interessenten und Freunden das Agronym e. V. für das entgegengebrachte Vertrauen, die konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

Das Team des Agronym e. V. wünscht Ihnen und Ihren Familien erholsame Weihnachtstage und für das neue Jahr viel Erfolg, unbedingt Gesundheit und immer auch das notwendige Quäntchen Glück.

Schließlich freuen wir uns auf ein baldiges, gesundes und vor allem persönliches Wiedersehen in 2021.

Der Vorstand des Agronym e. V.

Neuer Reiheninjektor verbindet Düngung und mechanische Unkrautbekämpfung im Bestand

24. Juli 2020 / von Claudia Scholta

Entwicklung der Eidam Landtechnik bewährt sich bereits auf Feldern zwischen Niedersachsen und Bayern

Arbeiten wie Düngung und Pflege der Maisbestände standen in den letzten Wochen weit oben auf dem Programm von Landwirtschaftsbetrieben. Lohnunternehmen in Norddeutschland testeten dafür ein neues Produkt aus dem sächsischen Erzgebirge – den Reiheninjektor der Eidam Landtechnik GmbH Lößnitz.

„Überall, wo unsere Neuentwicklung zum Einsatz kam, hat sie überzeugt“, freut sich Hendryk Eidam, gemeinsam mit seinem Bruder Torsten Eidam Geschäftsführer des Familienunternehmens Eidam Landtechnik GmbH mit 75 Mitarbeitern. Hauptargumente dafür sind die Effizienz und Flexibilität der unter der Eigenmarke innoMADIE angebotenen Gülleausbringungstechnik. Mit dem Eidam-Reiheninjektor, der sowohl am Fass als auch am Selbstfahrer angehängt werden kann, lassen sich bis zu 16 Reihen Mais in einer Überfahrt düngen. „Die Technik ermöglicht auch eine zweite Gülleausgabe im Bestand. Damit kann das Zeitfenster für die Düngung flexibler gestaltet und den Boden- sowie Witterungsbedingungen angepasst werden“, verweist Hendryk Eidam auf einen wesentlichen Vorteil des Systems, welches gemeinsam mit Praxispartnern und der Profiagrartechnik entwickelt wurde.

Über den selbst konzipierten Verteilkopf und die knickfreie Schlauchverlegung bringt das System die Nährstoffe exakt und emissionsarm direkt an die Pflanze. Die optimierten Injektionsscharen werfen dafür den Boden nur minimal auf, die Gülle wird im Depot abgelegt und die flexiblen Zustreichelemente decken das Gülleband sauber ab. Das Scharsystem ermöglicht zugleich einen Hackeffekt. Damit werden Nährstoffgabe und Unkrautbekämpfung kombiniert.


Der neue Reiheninjektor der Eidam Landtechnik GmbH hat sich bereits bei der Pflege von Maisbeständen auf Feldern in Norddeutschland und in Bayern bewährt. Er verbindet Düngung und mechanische Unkrautbekämpfung. Foto: Eidam Landtechnik

Lesen Sie dazu auch den Artikel auf topagrar.online: https://www.topagrar.com/technik/news/neuer-reiheninjektor-kombiniert-duengung-und-unkrautbekaempfung-12119443.html

Unternehmenskontakt:
Eidam Landtechnik GmbH Lößnitz
Hendryk Eidam, Geschäftsführer
Tel.: 03771-56420-0
E-Mail: info@eidam-landtechnik.de

Medienecho zur Workshop-Reihe „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus“

18. Juni 2020 / von Claudia Scholta

Unsere Workshop-Reihe „Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus – findet mediales Echo…

Bauernzeitung:
https://www.bauernzeitung.de/news/sachsen/sachsen-foerdert-spezialkurs-im-precision-farming/

Topagrar:
https://www.topagrar.com/acker/news/sachsen-foerdert-spezielle-ausbildung-im-precision-farming-12086804.html

Agrarheute:
https://www.agrarheute.com/technik/erste-berufsbegleitende-ausbildung-macht-fit-fuer-precision-farming-569785

Betriebstag Agrarprodukte Kitzen 16.04.2015

3. Juni 2019 / von Claudia Scholta

16. April 2015 von 10:00 – 14:00 Uhr in der Agrarprodukte Kitzen e. G.

Agenda:

  • Begrüßung und Vorstellung der AG Kitzen
  • Fachvortrag „Energieeffizienz in der Landwirtschaft“, BMEL
  • Ressourceneffizienz in der AG Kitzen, Heilmann
  • Nachhaltigkeit am Beispiel Agroforst, Dr. Böhm, BTU Cottbus
  • Info über den Stand Netzwerkgründung